Wir leben in aufregenden Zeiten

Wir leben in aufregenden Zeiten. Vor genau einem Monat hatten wir unsere Jahreshauptversammlung. Obwohl einige unter uns bereits Sorgenfalten auf der Stirn hatten und wir uns unter den aufziehenden Wolken des Corona-Gewitters nicht wie gewohnt mit Handschlag oder herzlichen Umarmungen begrüßten, so waren wir doch zuversichtlich, dass unserer Platzeröffnung zur Osterzeit wohl nichts im Weg stehen würde. Doch alles kam anders.

Keine Angst, auch bei uns geht das Leben weiter

Zwar wird auch diese Pandemie eines Tages wieder verschwinden, und unser „normales“ Leben wird wieder beginnen. Doch so manches wird anders sein als zuvor. Es mag sein, dass manch einer unter uns sich die Hände öfter und gründlicher waschen wird als je zuvor. Auch werden wir wohl alle die uns von Kindheit an gewohnte Form des Handreichens zur Begrüßung und zum Abschied nur noch ausnahmsweise wählen. Manch kleiner Kiosk um die Ecke wird nicht mehr sein, die Berufstätigen unter uns werden – dort, wo es möglich ist – vermehrt die Arbeitsform des „Homeoffice“ einüben, und das uns so ans Herz gewachsene Gespräch in trauter Runde am Tresen wird noch seltener zustande kommen. Doch keine Angst, das kann uns nicht erschrecken: Der Mensch ist und bleibt ein geselliges Wesen, und auch nach verheerenden zwei Weltkriegen , der furchtbaren „spanischen“ Grippe in den 20er Jahren und weiteren einschneidenden Ereignissen der Zeitgeschichte ging das Leben bei uns weiter.

Wann geht´s bei uns weiter – Medenspiele wieder ab dem 8. Juni?

Sicher scheint: Das Clubleben beim TC Burg Kendenich wird wieder aufblühen. Wir werden weiter wunderbare und auch kuriose Matches erleben, grillen bis zum Abwinken und bestimmt auch noch das ein oder andere Pittermännchen gemeinsam leeren. Wann das sein wird? Der TVM rechnet im Moment noch damit, dass der Medenspielbetrieb am 8. Juni wieder aufgenommen werden kann. Mag sein, doch wir alle sind keine Virologen, Lungenfachärzte oder Mathematiker. Doch was wir aus der verwirrenden Vielzahl an Stimmen für uns herausfiltern können, das ist:

Covid-19 ist ein Virus, das eine Pandemie ausgelöst hat, die bestimmten, mathematischen Gesetzen folgt. Je nachdem wie es bekämpft wird, kann es sich nur langsam ausbreiten. Doch ausgelöscht kann diese Pandemie erst dann werden, sobald rund 70 Prozent einer Gesellschaft „durchseucht“ ist. Wer die Krankheit überstanden hat, der ist immun. Es kommt also darauf an, einen möglichst hohen Teil der Menschen zu immunisieren. Das geht entweder durch Infektionen oder aber durch Impfungen. Einen Impfstoff gibt es leider noch nicht, Fachleute rechnen mit einem guten Jahr bis dieser in den benötigten Mengen zur Verfügung steht. Was also tun? Die einzige Chance besteht darin, diese lange Zeit zu nutzen, um die Zahl der jeweils neu infizierten Menschen so gering zu halten, dass die voraussichtlich benötigten Kapazitäten zur Pflege der Schwersterkrankten in unseren Krankenhäusern (Betten, Beatmungsmaschinen, Ärzte, Hilfspersonal und Pflegematerial) ausreicht. Es gilt also, den Zustrom von Menschen ins infektionsgefährdete gesellschaftliche Leben so zu regulieren, dass die Welle an Neuerkrankungen unser Gesundheitssystem nicht überfordert. Wenn wir das schaffen – und die getroffenen Maßnahmen der Bundesregierung, der Landesregierungen und der zuständigen Behörden scheinen inzwischen die erste Welle der Corona-Infektionen nachhaltig zu dämpfen -, dann werden wir spätestens mit den hoffentlich zustandekommenden Impfaktionen in einem Jahr ALLE wieder unser liebgewonnenes Clubleben auf der Anlage aufnehmen können.

„In absehbarer Zeit sicher auch schon wieder das eine oder andere kleine Match“

Bis dahin wird es ein Auf und Ab an Möglichkeiten geben, gemeinsam Tennis zu spielen: So wie wir uns jetzt im Wechsel (unter Berücksichtigung aller vernünftigen Hygienevorschriften und in getrennten Schichten, jeweils nur maximal zwei Personen und mit zwei Meter Abstand voneinander) um unsere wunderschöne Anlage kümmern, so werden wir in absehbarer Zeit sicher auch schon daran denken können, das eine oder andere kleine Match auszutragen. Die zuständigen Behörden werden je nach „Infektionslage“ den Hahn auch für Sportvereine wie den unseren mehr oder weniger auf- und zudrehen. Wir müssen das wohl so hinnehmen, wenn wir nicht das Leben der besonders Gefährdeten - auch unter uns - riskieren wollen.

Lasst uns das Beste daraus machen!

Also lasst uns das Beste daraus machen! Schon im Mittelalter haben die Menschen große Feste gefeiert hatten, nachdem feststand, dass sie und die Ihren die Pest überlebt hatten. Ein großes Fest steht auch uns bevor: Es wird das Fest im kommenden Jahr zum 60jährigen Jubiläum des TC Burg Kendenich sein. Wir können zuversichtlich sein, dass bis dahin die Corona-Gefahren hinter uns liegen, und wir es dann so richtig krachen lassen können. Für die kleinen Kracher bis dahin wird es auch noch genügend Gelegenheiten geben, auch da dürfen wir voller Optimismus sein. Der Vorstand bleibt im wahrsten Sinn des Wortes „am Ball“ und wird euch auf diesem Weg zeitnah berichten, wie´s weitergeht.

Vereinsinterne Kommunikation über das Internet hat enormen Aufschwung genommen

Eine erste positive Nachricht kann uns bereits erste Hoffnung vermitteln: Wenn schon unsere herkömmliche Kommunikation und unser Clubleben zurzeit sehr behindert sind, so hat doch unsere vereinsinterne Kommunikation über das Internet einen enormen Aufschwung genommen: Unsere gelungene neue Homepage wird zunehmend genutzt, der TCB-Newsletter erscheint ab sofort regelmäßig, einige von uns stehen über Whatsapp und Facebook in Verbindung, und wie zu hören ist, soll es demnächst sogar eine TCB-Skatrunde geben, in der jeweils verabredete Spielrunden über PC-Verbindung einen gepflegten Skat dreschen werden. Hierüber gibt´s mehr im nächsten Newsletter.

Passt alle auf euch auf, bleibt gesund und helft unserem TC Burg Kendenich, damit wir uns bald schon wieder auf unserer Anlage treffen können!